UCI MTB Worldcup #3 & European DH Cup #2 Leogang, AUTNachdem ich auf meine alte Seite keinen Zugriff mehr hatte und nie richtig die Zeit finden konnte, etwas neues zu bauen, stehe ich nun endlich in den Endzügen der Gestaltung meiner neuen Page. Noch ein wenig Geduld und dann sind meine Berichte hier wieder in alter Manier zu lesen.
Danke und viele Grüße, Benny
29
Jun
2010
UCI MTB Worldcup #3 & European DH Cup #2: Leogang, AUT
Zwei Rennwochenenden hintereinander auf der gleichen Strecke und dennoch ein wahnsinnig krasser Gegensatz vom World- zum European-Cup...
Die Prüfungen an der Uni rücken immer näher, aber ich ließ es mir natürlich nicht nehmen das Doppelevent in Leogang mitzuerleben. Somit gings das erste Wochenende zum Worldcup und ich war gespannt was die Jungs aus der doch recht oldschool-mäßigen Strecke gemacht hatten. Der Wetterbericht ließ Fürchterliches erahnen bei altbekannter Strecke mit leider keinen großen Neuerungen. Freitags ging es dann ins Training und alle hatten mehr oder weniger stark mit den unberechenbaren halb-feuchten Bedingungen zu kämpfen. Ich hoffte nur, dass es richtig anfangen würde zu regnen!
Foto by: manuelsulzer.deSamstag dann für mich die Erlösung, der Himmel öffnete seine Pforten und die Strecke verwandelte sich in ein einziges Schlammloch; ich hatte meinen Spaß. Auch in der Quali konnte ich das umsetzen und qualifizierte mich mit verhältnismäßig wenigen Fehlern auf einen zufriedenstellenden 54. Platz deutlich. Aber nicht nur wir, sondern auch die 4Crosser hatten im Piss stark zu kämpfen. Gemütlich und trocken verfolgte ich im Alkoven per Live-Übertragung deren spannende Läufe und freute mich, meinem netten jungen tschechischen Stellplatznachbarn Jakub Riha zu seinem tollen 5.Platz gratulieren zu können.
Für den Sonntag sollte sich nicht viel ändern, in der Nacht prasselte der Regen unaufhörlich auf unser Wohnmobildach und die Strecke wurde immer noch härter und tiefer. Mein Rennlauf war irgendwie auch ziemlich chaotisch: Bereits oben verlor ich mein Gleichgewicht und fuhr aus der Spur, nach der langen Trettraverse war ich schon ziemlich blau und stieg nach einem kleinen Rutscher letztendlich im letzten technischen Stück noch vor der Freecaster-Cam ab, kam nicht gleich wieder aufs Bike zurück und ließ damit einige wertvolle Sekunden liegen, was sich in meinem 65. Platz auch wiederspiegelte; ärgerlich
Dennoch ein wirklich gelungener Event, es macht einfach nur riesig Laune auf den Weltcups heizen zu gehen und auch der 4X war dieses Mal wieder richtig spannend.
Für den darauffolgenden Mittwoch war dann die BMW-Abholung in München geplant mit anschließendem Public-Viewing des Deutschlandspiels im Olympiastadion. Das war ein wirklich toller Tag, die Werksführung sehr interessant und das 1er Coupé ein echtes Traumauto. Im Konvoi gings dann wieder zurück nach Österreich zum EDC bei deutlich besseren Wetterverhältnissen.
Foto by: Thomas Dietze extreme-pics.de Die Strecke zeigte sich kaum verändert, lediglich die schlimmsten Spuren und Löcher wurden notdürftig geflickt. Alle im WC anwesenden kannten den Acker also ziemlich gut und mussten sich lediglich an die staub-trockenen und deutlich schnelleren Bedingungen gewöhnen. Ich fühlte mich wohl und zügig und brauchte somit nicht allzu viele Fahrten, es war sowieso abartig voll am Lift und auf der Strecke.
Samstag Früh zerstörte ich mir dann irgendetwas im Rücken, es fühlte sich an wie ein eingeklemmter Nerv, war wohl aber eher eine muskuläre Sache. Vielen Dank noch für eine echt gute schweizer Physiotherapie-Behandlung auf dem Boden vor unserem Auto. Dennoch war die ganze Geschichte recht unangenehm, in meinem Seeding-Run krüppelte ich mich irgendwie ins Ziel und war auch nicht ganz konkurrenzfähig.
Sonntag Früh waren die Schmerzen zwar noch da, zum Rennen hin konnte ich das aber zum Glück ausblenden und brachte dafür einen halbwegs vernünftigen Run ins Ziel. Platz 13, gemessen an dem immer hochwertiger werdenden Starterfeld im EDC, für mich schwer in Ordnung.
Mittlerweile sitz ich im heißen Weingarten und muss mich intensiv auf die Prüfungen vorbereiten, die in der kommenden Woche mit Business English starten. Somit wird mein nächstes Rennen auch erst der WC in Champéry sein, ich kanns kaum erwarten
So long, Greetz Benny
08
Jun
2010
UCI MTB Worldcup #2: Fort William, SCO
Nach so vielen Jahren endlich eine grundlegend neue Strecke, die dennoch nicht an Härte sowie Charakter verloren hat und bei der lediglich der Spaßfaktor und die Wetterverhältnisse noch zulegen konnten...
Im Anschluss an Innerleithen verbrachten wir ein paar schöne Tage im sonnigen Edinburgh, bevor wir schließlich nach Fort William aufbrachen. Donnerstag war wie gehabt nur Anmeldung und Streckenbesichtigung, endlich konnten wir die Veränderungen begutachten.
Nachdem wir nun seit einigen Jahren auf dem alten Track gefahren sind, war dieser so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass man sich einfach anders behelfen musste und einen neuen befestigten Pfad durchs morastigeschottische Highland zog, der dem alten in nichts nachstand. Von der Tendenz her wurde ein wenig Geschwindigkeit heraus genommen und die Strecke etwas verkürzt, was sich später auch an der Fahrzeit zeigen sollte. Dennoch sah alles sehr vielversprechend aus und das äußerst heiße Wetter ließ auf ein super Worldcup-Wochenende hoffen.
Im freitäglichen Training hätte man sich schon gut und gerne komplett totfahren können, der schnelle Lift in Kombination mit einer guten Fahrerverteilung auf der Strecke und die langen Trainingszeiten mit imensem Spaßfaktor auf dem Acker und einem Dauergrinsen auf dem Gesicht machtens möglich. Mich hielten jedoch einige Materialdefekte ein wenig davon ab, ich konnte kaum eine Abfahrt ohne anschließende Mech-Einlage machen; es war echt verdammt hart und sogar Zuschauer mussten wieder abtransportiert werden.
Mein Qualifikationslauf am Samstag war entsprechend gemischt, im oberen Teil kassierte ich permanent Seitenwind, der mich schon leicht nervös werden ließ und meine Konzentration kostete, woraufhin ich ein paar dumme Fehler auf meinem Weg ins Ziel zu verbuchen hatte. Dennoch war die Zeit nicht die schlechteste und ich fühlte mich trotz dieser 5 Minuten-Tortur noch erstaunlich fit, nur nicht zuviel Energie verschwenden. Belohnt wurde ich dann mit dem Einzug ins Finale auf den letzten Plätzen, zeitlich allerdings noch mit etwas Luft auf die nicht Qualifizierten. Wahnsinn wie mittlerweile das Niveau anzieht, im Vergleich zu den letzten Jahren und den damals herrschenden Zeitabständen.
Sonntag sollte also alles besser werden, das Wetter hielt für schottische Verhältnisse erstaunlich gut und wir fuhren komplett auf staubiger Piste. Ich konnte noch ein paar gefälligere Linien finden und motiviert ins Rennen starten. Jedoch war ich im oberen Teil irgendwie zu steif und hatte in den vielen Kurven immer das unangenehme Gefühl gleich darüber hinaus zu kippen was sich auch an meiner ersten Zwischenzeit zeigte im Vergleich zum Seedingrun. Der Mittelteil lief deutlich besser, jedoch fand ich die gewohnte Lockerheit nicht ganz bis ins Ziel und unten raus ging mir dann einfach ein wenig die Luft aus. Dennoch eine Verbesserung auf Platz 66, für meine Voraussetzungen sehr zufriedenstellend.
Im Gesamtworldcup bin ich damit weiterhin bester Deutscher auf Platz 58, kann weiter unbeschwert in der Top 80 heizen und freue mich bereits auf den nächsten Stop in Leogang. Nach unserem Trip steht jetzt für mich erst einmal eine Woche Uni an, es gibt einiges nachzuholen und somit muss ich aufs Wheels of Speed in Willingen und das dicke Preisgeld dort leider verzichten, darf dafür aber die Wochen drauf wieder nach Österreich und zwischendrin in die BMW-Welt nach München um unser neues Auto abzuholen.